|
|
|||||||
| Parodontitis (umgangssprachlich "Parodontose") ist eine langsame,
meist schmerzlose Entzündung des Zahnbettes, also des Zahnfleisches, der
Fasern und des Knochens im Bereich der Zähne. Diese Krankheit, die oft lange
Zeit vom Patienten unbemerkt bleibt, verläuft im Anfangsstadium meist langsam,
später eher schneller. Sie kommt hauptsächlich bei Erwachsenen vor und wird
durch Bakterien verursacht, die in Zahnbelag (Plaque) und Zahnstein (Konkrementen)
leben und zu einer Entzündung des umliegenden Gewebes führen. |
|||||||
![]() |
Gesundes Zahnfleisch ist hellrosa und blutet nicht beim sanften Zähneputzen. Kleinste Fasern verbinden den Zahn mit Zahnfleisch und Knochen. (PSI Code 0, siehe unten) | ||||||
![]() |
Bakterieller Zahnbelag (Plaque) und Zahnstein (Konkremente) führen als erstes zu einer Entzündung des Zahnfleisches (Gingivitis). Es wird rot, schwillt leicht an und beginnt gelegentlich zu bluten. Dieser Zustand kann durch intensive Pflege [Link Prophy] wieder vollständig rückgängig gemacht werden. (PSI Code 1 und 2) | ||||||
![]() |
Wenn längere Zeit nichts gegen die Entzündung unternommen wird, infiziert sich das gesamte Zahnbett. Zahnfleisch, Fasern und vor allem Knochen bilden sich zurück. Es entstehen Zahnfleischtaschen, in denen sich Zahnstein ablagert, der nicht mehr durch die gewöhnliche Zahnreinigung entfernt werden kann. In diesen Taschen vermehren sich Bakterien noch schneller und führen zu einer noch stärkeren Entzündung. (PSI Code 3) | ||||||
![]() |
Wird nichts gegen die Krankheit unternommen, kommt es früher oder später zum Verlust des Zahnes. Parodontitis ist bei Erwachsenen nicht nur die Häufigste Ursache für Zahnverlust mit all seinen Konsequenzen. Neuere Untersuchungen haben gezeigt, dass eine unbehandelte Parodontitis das Risiko für Herzerkrankungen und Diabetes erhöhen kann. Sogar Frühgeburt oder niedriges Geburtsgewicht können ursächlich mit einer Parodontitis zusammenhängen. (PSI Code 4) | ||||||
|
Risikofaktoren (Quelle: Deutsche Gesellschaft für Parodontologie e.V.) · Raucher erkranken deutlich häufiger an einer Parodontitis als Nichtraucher.
Wie kann ich eine Gingivitis (Zahnfleischentzündung)
oder Parodontitis erkennen? |
|||||||
|
|||||||
| Sollten Sie bei sich den Verdacht auf eine Gingivitis hegen,
können Sie durch verbesserte Mundhygiene [link auf Prophylaxe] meist Abhilfe
schaffen. Sprechen Sie dies in jedem Fall bei Ihrem nächsten Zahnarzt-Kontrolltermin
an! Beim Verdacht auf eine Parodontitis sollten Sie baldmöglichst einen
Kontrolltermin vereinbaren. Nur der Zahnarzt kann eine Gingivitis oder Parodontitis
sicher feststellen und eine geeignete Therapie vorschlagen.
Neu seit 2004 ist der Parodontale Screening Index PSI zur Früherkennung der Parodontitis: Um das Zahnfleisch zu beurteilen wird das Gebiss in sechs Abschnitte unterteilt und die jeweils tiefste Zahnfleischtasche notiert. Danach werden die Befunde anhand der Taschen in Code 0 bis Code 4 eingeteilt und die Therapie vorgeschlagen: Code 0 (gesund): keine Therapie notwendig, weitere präventive Betreuung Code 1 (Gingivitis): Beläge entfernen. Instruktionen zur Verbesserung der Oralhygiene Code 2 (Gingivitis): Zusätzlich professionelle Zahnreinigung, Verbesserung von Kronenrändern, die Beläge halten Code 3 (mittelschwere Parodontitis): Zusätzlich weitergehende therapeutische Massnahmen, bei zwei und mehr Abschnitten mit Code 3 Diagnostik und Therapie des gesamten Gebisses Code 4 (schwere Parodontitis): wie Code 3 bei 2 und mehr Abschnitten Weitere Informationen finden Sie bei der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie e.V. |
|||||||
| Übersicht Interessensschwerpunkte |
|||||||